Die Geschichte des Umspannwerks

1926

Errichtung des Umspannwerks Jena-Nord durch das Thüringenwerk: Der steigende Bedarf an Elektroenergie in den 20er Jahre erforderte in Thüringen den Ausbau des Mittel- und Hochspannungsnetzes und der zugehörigen Schaltanlagen. Vom Umspannwerk Jena-Nord aus wurde die Jenaer Elektrizitätswerke AG mit 10 kV versorgt. 

1933/34 Erweiterung, Entwicklung zum Knotenpunkt der regionalen Stromversorgung im Zuge der Inbetriebnahme der Bleilochtalsperre und der Stilllegung unrentabler Kleinkraftwerke.
1942Umbau und Erweiterung, Umstellung auf 110kV-Einspeisung.
Die neue Schalthalle weist für die damalige Zeit einmalige Neuerungen auf: Die Anlage ist durchgehend mit keramischen Isolatoren ausgestattet und alle Schalt- und Trennelemente werden mit Druckluft betrieben.
1992Stilllegung der 50kV-Schaltanlage sowie der Transformatoren 101 und 102
1993Ausweisung als Kulturdenkmal im Sinne des Thüringer Denkmalschutz-Gesetzes:
Das Umspannwerk wurde aus technischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen als schutzwürdig erklärt:
- durch die Originalgeräte als Zeugnis der Technikentwicklung
- durch seine Bedeutung für den Technikstandort Jena
- durch seine beispielhafte Verknüpfung von Funktionalität und Konstruktion.
1997Erwerb des 50kV-Schalthauses und der 30kV-Station durch den Imaginata e.V. von den Stadtwerken Jena.
Erste Kunstausstellung (Helge Leiberg, zusammen mit Jenoptik AG) und erste Präsentation eines Stationenparks (Erfahrungsfeld "Lust auf Bewegung"). Beginn der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen
1998Ankauf der 110kV-Halle von der Thüringer Energie AG.
Erstellen einer Machbarkeitsstudie für ein "Experimentarium für die Sinne" im Umspannwerk durch die Kommunalentwicklung KE
1999Einzug der Imaginata Geschäftsführung ins Umspannwerk.
Nutzung von Räumen durch den Lehrstuhl für Schulpädagogik und Schulentwicklung der Friedrich-Schiller-Universität.
Vermietung von Räumen an das Förderprogramm "Demokratisch Handeln" der Theodor-Heuss-Stiftung und an das Theaterhaus Jena.
2000Die Imaginata ist Weltweites Projekt der EXPO.
Annähernd 20.000 Besucher finden in 5 Monaten den Weg ins Umspannwerk. Der Künstler Georges Rousse installiert die Licht-Metamorphosen im 50kV-Schalthaus.
seitdemDie Umbauarbeiten erschließen nach und nach das Freigelände und die Räume der einzelnen Gebäude. Konzerte der Jenaer Philharmonie, der alljährlich stattfindende Veranstaltungsreigen des "Imaginata-Sommers", mehrere Jugendkonferenzen, Theaterperformances, Kunstausstellungen etc. zeigen, dass das Umspannwerk als Zentrum kreativer Spannung Akzeptanz findet.